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Februar 2021

Die  Brennessel

Botanischer Name: Urtica dioica, Urtica urens

Drogenname: Urtica herba

Inhaltsstoffe: Kieselsäure, Gerbstoffe, Histamin, Ameisensäure, Essigsäure, Kaffeesäuren, Magnesium, Eisen, Kalium, Silicium, Natrium, Chlorophylle, Karatinoide, Vit.B,Hormone,Enzyme, Lignane

Wirkungsweise: blutbildend, stoffwechselanregend, durchfallhemmend, blutdrucksenkend, schleimlösend, wassertreibend, stärkend, blutreinigend,cholestrinsenkend             

 Verwendung: Tee, Tinktur, Saft, Gemüse

Wie wir schon an den Inhaltsstoffen und der Wirkweise erkennen können, ist die Brennessel ein Tausendsassa!

Sie liefert uns alle nötigen Mineralstoffe, die unser Körper braucht; nebenbei auch noch Hormone und Enzyme.

Ihre entwässernde Wirkung wird vor allem bei Bluthochdruck und bei Harnwegsinfekten verwendet. Sie hat durch diese entwässernde Komponente, eine reinigende Wirkung auf unser Harnsystem und auf unser Blut.

Daher sollte sie vor allem im Frühjahr verwendet werden, da unser Körper im Frühjahr bereit ist, sich zu reinigen. Die Fastenzeit ist nich umsonst in dieser Zeit des Jahres.

Sie regt den Stoffwechsel an und wirkt auf die Blutbildung, was bei Anämien förderlich ist oder bei zuwenig Eisen, das ja für die Blutbildung notwendig ist. Eisen liefert uns diese Pflanze auch gleich, mehr als Spinat übrigens. Daher kann man sie im Frühjahr sammeln und aus ihren jungen Blättern ein köstliches Gemüse zaubern.

Die Brennessel ist immer und fast überall zu finden. Sie hat die Angewohnheit, vor allem an Orten zu wachsen, wo viel Reinigung des Bodens nötig ist. An Wegesrändern oder auch auf Schotterplätzen.

Sie hat eine lange Tradition und wird seit altersher in Haus und Hof und für die Gesundheit verwandt.

In der Antike war sie für Hippokrates die wichtigste Pflanze zur Blutreinigung und daran hat sich nichts geändert.

Zudem vitalisiert sie die Leber, die Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm und Galle. Sie beugt Nierenerkrankungen vor und wirkt auf die Prostata.

Da sie Harnsäure ausleitet, eignet sie sich vor allem für Gicht - und Rheumaerkrankte.

Auch als Fruchtbarkeitsmittel wurde sie schon in der Antike verwendet. Hier sind vor allem die Brennesselsamen wichtig.

Durch den Histamingehalt ist der Einsatz bei Heuschnupfen oder Allergien empfehlenswert.

Silicea,oder auch Kieselsäure unterstützt das Haarwachstum und die Kochenentwicklung. Als Tinktur, kann sie als Kur bei Haarausfall eingesetzt werden.

Auf Grund ihrer Inhaltstoffe, ist die Pflanze auch zur Papier- und Kleidungsherstellung verwendet worden.

 

Die Brennessel ist von Frühjahr bis in den späten Herbst beerntbar. Im Frühling sammelt man die jungen Triebspitzen, kocht davon Gemüse oder bereitet Tee zu, Samen werden im frühen Herbst geerntet und können als Beigabe in den Salat verwendet werden. Die Wurzeln und Stängel kann man das ganze Jahr ernten.

Am heilkräftigsten jedoch sind das frische Kraut und die Stängel im Frühjahr, da dann die Pflanze in ihrem vollen Saft steht, die Samen sind meistens im Herbst reif. Die Wurzel ist am wirkkräftigsten, wenn sie im Herbst ausgegraben wird, da dann die Kraft der Pflanze in der Wurzel ist.

Wie zu erkennen, ist die Brennessel voller Heilwirkungen.

Es würde aber hier den Rahmen sprengen, sodass nur ein paar ihrer Heilwirkungen genannt werden konnten.

Kurzum: die Brennessel wächst überall, ein Sammeln lohnt sich und sollte wieder mehr Platz in unserer Ernährung bekommen.

Weiterführende Artikel:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/artikel/kraeuter-gewuerze/brennnessel

 

 

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